Anlässlich 100 Jahre Aero-Club gab es einiges zu Feiern. Am 8. Juni 2001 wurde zu einer Festveranstaltung im Rathaus geladen. Vizebürgermeisterein Grete LASKA und 500 geladene Gäste aus aller Herren Länder gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Ein Unterhaltungsprogramm mit einem ausgezeichnetem  Sänger sorgten für das geistige, ein hervorragendes Buffet für das leibliche Wohl. Es wurden bei den Ansprachen erstaunlicherweise nicht nur die Verdienste der "Großfliegerei", sondern auch die Entwicklungsarbeit der "Spielzeugflieger", wie die Modellflieger in der Großfliegerei genannt werden, gewürdigt. Es wurde betont, dass der sogenannte "große Luftverkehr" ohne die Erprobung und Entwicklung durch den  Modellflug nicht möglich gewesen wäre. Das war Balsam auf meine Wunden!

       Am Samstag, den 9. Juni 2001 fand am Heldenplatz im Herzen von Wien eine große Ausstellung mit Beteiligung unseres Bundesheeres, von Segel- und Motorfliegern, Ballonfahrern sowie Modellfliegern statt, welche den Großteil der Vorführungen bestritten. Vier Heißluftballone wurden dem Publikum vorgeführt, von denen einer zu einem Flug startete. Es gab Fallschirmspringer zu bewundern, die mit großer Präzision auf der mittleren Wiese des Heldenplatzes landeten, welche auch den Modellfliegern zur Vorführung Ihrer Modelle diente. Es wurden Modellhubschrauber in perfekter Show und Slow-Flyer vorgeführt, auch die Düsenjets der Modellflieger gaben eine Kostprobe des unwahrscheinlichen "Sounds" ihrer Triebwerke. Eine "Rafale" fuhr sogar einige "Ehrenrunden" auf der Wiese. Die Lachmuskel hatten auch etwas zu tun, als sich ein Slow-Flyer dazu entschloss, als Landeplatz die Wiese zu verschmähen und einen Baum aufzusuchen. Die "Kletterbergung" war sehenswert.

        Man kann zusammenfassend sagen, das die Feier "100 Jahre Aero-Club" ein Erfolg war, der einem breiten Publikum einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten des Clubs gab. Es waren die durchaus auch technischen Fragen von älteren Mitbürgern, die mich erstaunten. Um nur etwas aus der Masse herauszuheben: meine Frau und ich hatten interessante Gespräche mit zwei älteren Damen, die sich begeistert von der Qualität der ausgestellten Modelle und deren technischen Ausrüstungen sowie der Fertigung zeigten. Dabei waren die Fragen nicht in der Art: "wie viel kostet das?", sondern: "wie wird  ein Modell gefertigt, welcher Arbeitsaufwand mit welchen Techniken steckt dahinter?". Auch die Jugend zeigte sich außerordentlich interessiert an den Möglichkeiten, die der Modellflug als Sport bietet.

        Leider spielte der Wettergott - trotz Anweisung unserer Vizebürgermeisterin -  die uns beim Empfang schönes Wetter zugesichert hatte, nicht mit. Nach dem es einige Male leicht geregnet hatte, schlug Petrus unbarmherzig um ca. 16:30 Uhr zu und deckte uns mit jeder Menge Wasser ein, was die Fortführung der Ausstellung, geplant bis 19:00 Uhr, buchstäblich "ins Wasser" fallen ließ. Was mich am nächsten Tag wunderte, war die "aktuelle" Berichterstattung der Kronen-Zeitung. Deren Reporter fand es nicht einmal erwähnenswert, daß an dieser Veranstaltung Modellflieger mitwirkten, deren Vorführungen vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurden. Dem Reporter sei zu seiner Aufmerksamkeit gratuliert!

BILDERGALERIE

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Die Wiese vorher Die Wiese nachher Gedränge in der Menge Luftschiff oder Ballon? Versteckt: Bleriot
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Las Vegas-Feeling -
3m-Extra

Ein Ausschnitt aus vielen Hubschraubern

Die "Rafale", ein Jet der Spitzenklasse

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Lear-Jet, Elektro-Impeller Ein Schlepper "Modellhalter" bei Turbinenerprobung Zwei-Mot in bester Form: "Tiger Cat"