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Eigenbau-Datenlogger

von Dietrich Meissner

line-factbox.gif (1758 Byte)

An dieser Stelle soll ein Gerät beschrieben werden, welches von einem erfahrenen Elektronikbastler problemlos nachgebaut werden kann.

Der Datenlogger wurde entwickelt, um Flugdaten von Modellflugzeugen zu erfassen und alle möglichen Sensoren testen zu können.

Dabei wurde auf jeglichen "Schnickschnack" verzichtet.

Vorteile der vorgestellten Realisierung im Vergleich zu käuflichen Realisierungen:

  1. kleiner
  2. leichter
  3. genauer
  4. mehr Speicher (als die meisten)
  5. Möglichkeit des Loggens von RC-Kanälen
  6. Software-Update des Controllers durch "incircuit serial programming"  möglich


Bevor nun jemand in Euphorie verfällt, so nach dem Motto  "Klasse, so was muß ich unbedingt haben", will ich natürlich auch die Nachteile des Gerätes nennen:

Nachteile der vorgestellten Realisierung:

  1. Den Datenlogger muß man selber nachbauen (einen Bausatz oder ähnliches kann ich nicht liefern).
  2. Er besteht im wesentlichen aus SMD-Bauteilen (wer nur einen 100W-Lötkolben besitzt, oder Schwierigkeiten hat z.B. Ameisen ohne Lupe zu erkennen, sollte sich das nicht antun).
  3. Es sind nur 2 analoge Spannungseingänge vorhanden.
  4. Die Software des benutzten Microcontrollers ist noch nicht endgültig fertig, wird sie wahrscheinlich auch nie (Da sich der Controller in der Schaltung umprogrammieren läßt, tue ich das ab und zu auch mal, wenn mir was Neues einfällt)
  5. Das Einstellen der Konfiguration des Datenloggers ist etwas umständlich realisiert.
  6. Die Software, welche man im PC zur Datenübertragung benötigt, ist nicht besonders komfortabel und läuft nur unter DOS (bzw. PalmOS).
  7. Zur eigentlichen Datenvisualisierung benötigt man ein Tabellenkalkulations- oder Mathematikprogramm.
  8. Der Nachbauer übernimmt eine hohe moralische Verantwortung, wenn er durch nicht sachgemäßen Nachbau und daraus vielleicht möglichen Absturz seines Modells Schaden anrichtet.
  9. Die Versicherungsbedingungen werden (wie bei jedem Eigenbaugerät) zu "Gummi-Paragraphen".

Jetzt wird man sich sicherlich fragen, warum ich bei den genannten Nachteilen überhaupt den Datenlogger vorstelle?

Ganz einfach:

  1. Weil ich darum gebeten wurde.
  2. Weil der Datenlogger schon ganz gut funktioniert
  3. Und weil ich mir erhoffe, Hobbyprogrammierer auf diesem Weg zu finden, die bereit sind, den Logger mit mir gemeinsam weiterzuentwickeln

Mit Sicherheit werden jetzt 99 von 100 Lesern sagen: "Nichts für mich!".
Diesen 99 Lesern möchte ich sagen: "Gute Entscheidung!".

Dieser Beitrag richtet sich wirklich nur an Leute, denen das Elektronikbasteln Spaß macht, und welche bereits Erfahrungen im Eigenbau von elektronischen Schaltungen haben.

Wer glaubt, ein Schnäppchen wegen des geringen Preises der einzelnen Bauteile zu machen, der sollte mal virtuell seinen Stundenlohn dazurechnen und vielleicht auch noch die Kosten für ein nicht vorhandenes Tabellenkalkulationsprogramm. All das ist in den käuflichen Datenloggern bereits enthalten.

An der Stelle nochmals besten Dank an Peter Rother, welcher mir unzählige gute Tips bei der Entwicklung des Datenloggers gegeben hat.

Bauen

Sollte sich doch jemand dafür interessieren hier die Beschreibung des Datenloggers

Links zum Magazinbeitrag

PS: Für diejenigen, die keine SMDs verwenden möchten und keine Leiterplatten selbst herstellen können, zwei interessante Links zu anderen Eigenbau-Datenloggern:

Und noch ein paar Links zu Herstellern käuflicher Datenlogger: