Zwei Tage beim MFSU Treubach

Auf Einladung von Kollegen der IG-Scale-Austria fuhren meine Frau und ich am 02.09.05 zu den am 03. + 04.09.2005 ausgeschriebenen Bewerben nach Treubach in Oberösterreich. Als Klassen waren F4C, Semi-Scale und der European Star-Cup ausgeschrieben. Die Anfahrt erfolgte ohne Probleme, der Platz war gleich gefunden. Eine Rasenpiste, ca. 100 x 50m. Die vorhandenen Campingmöglichkeiten wurden von einigen Teilnehmern wahrgenommen.

Eine Clubhütte, WC mit Dusche und Warmwasser (!) sowie Stromanschluss verwöhnten die Camper. Für die Modelle stand ein großes Zelt zur Verfügung, welches von einigen Piloten (auch von mir) als "Hangar" verwendet wurde. So entfiel das lästige Auf- und Abrüsten jeden Morgen.


 

 

Die Versorgung mit Essen und Trinken klappte hervorragend, keiner konnte sich beklagen. Am Samstagabend gab es neben einem "Oldieabend" (wer lacht da?) Spanferkel vom Grill. Eine kleine Köstlichkeit, auf die man Nachmittags mit Kostproben der knusprigen Haut vorbereitet wurde. Ihr seht hier den Obergrillmeister, der bereit war, sein Ferkel gegen alle Übergriffe zu verteidigen.
 

Der Stand für die süßen Leckereien und
Kaffee war auch stets gut besucht.

Die Auswertung

Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Zwar zogen am Abend Gewitterwolken auf, aber es regnete erst in der Nacht und das ganz kurz. Für den Samstag war Schlechtwetter angesagt, aber der Wettergott meinte es gut mit uns: strahlend blauer Himmel zeigte sich an beiden Tagen. Einzig der Wind konnte einem jeden Flug vermiesen. Genau quer zur Piste, mit höllisch gefährlichen Fallwinden und einem heimtückischen Rückenwind, der so manches Modell (nicht nur meine Jenny als eines der langsamsten Modelle) in Bedrängnis brachte. Es gab in diesen zwei Tagen nur einen Modellverlust (was für das Können der Piloten spricht), der aber nicht an den Winden sondern an einem überfetteten Motor lag, so dass die Leistung wegblieb und das Modell in einem Baum landete. Leider traf dieses Mißgeschick gerade meinen alten Freund Rolf Tänzler, der sich nachher ärgerte, den Flug nicht sofort nach dem Leistungsverlust abgebrochen zu haben.

 

Zum Bewerb: es wurde zum ersten Mal im Rahmen des ESC eine "Experimentalklasse" geflogen. Diese soll Einsteigern die Möglichkeit geben, Wettbewerbsluft zu schnuppern. Keine aufwendigen Modelle, sondern alltagstaugliche sollten hier auch zum Einsatz kommen. Eine gute Idee, die vielleicht doch noch unentschlossene Piloten zur Teilnahme bewegen kann.

 

Es stellte sich leider heraus, dass die Klasse F4C mangels Teilnehmer nicht durchgeführt werden konnte. Also verstärkte ich das Starterfeld des ESC um einen Teilnehmer (na, wenn man schon da ist?!). Die Durchgänge wurden ohne Probleme abgespult und am ersten Tag waren bereits zwei Durchgänge des ESC und einer in Semi-Scale durchgeführt. Leider passierte meinem Ansager ein Mißgeschick und er vergaß beim 1. Durchgang des ESC, mir eine Figur anzusagen. Was aber keine Rolle spielte, dafür flog ich am Sonntag im dritten Durchgang des ESC nach einer durch Fallböen arg in Bedrängnis (Red Alert!) geratenen Jenny durch Landungsabbruch und Durchstarten (sonst hätte es Bruch gegeben) eine Figur zuviel, welche aber zu meinem Leidwesen von den Punkterichtern genauso wenig honoriert wurde wie die fehlende. Tröstende Worte einiger Piloten (... Dein Kampf mit dem Wind ...) konnten mich auch nicht recht aufrichten. Auf Grund der Windlage verzichtete ich auf den 3. Durchgang in Semi-Scale. Dafür hatte ich schon vorher das Glück, am Morgen des Sonntags ideale Bedingungen zu erwischen und einen sehr guten Flug zu absolvieren (Flugwertung Semi-Scale, 2. Durchgang).

 

Als Trostpflaster konnte ich doch noch den Pokal für den 3. Platz in der Baubewertung des ESC mit nach Hause nehmen. Ein schönes Erinnerungsgeschenk des MFSU Treubach wurde auch noch überreicht, so daß alle zufrieden waren.
 

Am Sonntag um 15:00 Uhr wurde in einem würdigen Rahmen die Siegerehrung durchgeführt. Damit gingen zwei schöne Tage zu Ende, die sicher nicht die letzten in Oberösterreich waren. Was mir am besten gefallen hat, war die freundliche Aufnahme durch die Mitglieder des MFSU Treubach. Danke! Also, bis zum nächsten mal ...

 

Manfred Stocker

Nun zu einer kleinen Übersicht der Modelle

Hier seht Ihr das absolute Highlight des Bewerbes: eine Embraer RJ 145
Einzelheiten dieses gigantischen Modells mit zwei JetCat-Turbinen und einem
fantastischen Flugbild findet Ihr demnächst in meiner Homepage als Modell des Monats

Pilot: Wolfgang Bäumker

Auch diese zwei Modelle werde ich Euch in "Das besondere Modell" vorstellen

P 47-D Thunderbold
Pilot: Ernst Passenbrunner

Grumman F3F
Pilot: Wolfgang Niederstrasser


Zwei "Piperles"

Udet Flamingo
Pilot: Walter Funke

Ein wunderschönes Modell: Arado AR 196
Pilot: Günther Hückl


Der Pilot hatte sogar das EK!

Nieuport 28
Pilot: Hansjörg Hofbauer

Curtiss Jenny JN4
Pilot: meine Wenigkeit

Bellanca Decathlon
Pilot: Klaus-Peter Burchhard

Messerschmidt Taifun - leider mit Baumlandung
Pilot: Rolf Tänzler

Piper Pa 18 Super Cub
Pilot: Juliaan van Acker

Klemm L 25
Pilot: Alfred Hückl

Hier seht Ihr einige Modelle der ESC-Experimentalklasse (zwei ist mir "entkommen")

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Thunderbold

Swiss Trainer

Dragon Lady

Alle Fotos: www.modellflug-freakshow.at / M.Stocker