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Ein Oldie wie ich:

Calibra Pro

Ein Hotliner für gehobene Ansprüche

Irgendwann bekam ich einen unvollständigen Bausatz der Calibra mit Plura-Rumpf. Dieser wurde aber nicht verwendet, da bekanntlich Kunststoffe wie Plura oder ABS bei Kälteeinwirkung spröde werden und brechen oder splittern. Lange Zeit auf Eis, erstand ich durch Zufall einen Epoxy-Rumpf für das Teil. Um eine vernünftige Antriebslösung zu finden, wurde mit Manfred Pfeiffer (http://www.hepf.at), dem Spezialisten für Elektroantriebe und Akkus, eine an das Modell angepasste Lösung gesucht und gefunden. Rein rechnerisch ermittelte Manfred die Kombination AXI 2820/10 (Brushless, Aussenläufer) inklusive Regler, 10 Zellen und einer 11 x 6 CamCarbon von Aeronaut als optimal. Da er mich schon bei der "Aufrüstung" meiner MegaLight gut beraten hatte, wurde dieser Antrieb + 10 gepushten Zellen Sanyo 2400 mAh geordert.


Bau: Vorweg das überraschende Endergebnis: das komplett flugfertige Modell brachte mit Akkus weniger als 2 kg auf die Waage. Das war ein Wert, den ich nicht erwartet hatte. Die Flächen sind leider nicht teilbar, was aber bei einem Hotliner aus Festigkeitsgründen sowieso empfehlenswert ist. Der Servoeinbau in den Flächen ist herkömmlich durchgeführt, das Höhenruderservo sitzt ganz hinten in der Seitenruderflosse. Probleme gab es beim abziehbaren und mit zwei Schrauben fixierten Rumpfvorderteil. Hier ging es auf Grund des vorverlegten Akkus und der damit notwendigen Verbindung von Regler und Empfänger ziemlich eng zu. Herstellerseitig ist als Top-Motorisierung ein Keller KE 536/5 Pro mit 16 Zellen 1,2-1,4 mAh vorgesehen. Die doch größeren und schwereren 2400er-Zellen sowie der wesentlich leichtere Motor machten die Vorverlegung nötig. Trotzdem lag der Schwerpunkt noch 1 cm hinter der Herstellerangabe. Um diesen Mangel zu beheben, wurde in der Abziehschnauze etwas Blei mittels Klettband befestigt, um später etwas variieren zu können. Nach Veränderung des Einstellwinkels durch Unterlegen (1,5mm) an der Vorderkante des HR waren die Flugeigenschaften den Erwartungen entsprechend. Das alle Ruder bei so einem Modell ohne Spiel angelenkt werden müssen, versteht sich von selbst.


Flugeigenschaften: Einem Hotliner entsprechend. Flott geht er durch Rolle, Looping, Abschwung und Rückenflug. Sehr schnell wird er (mit Pfeifen) beim angedrückten motorlosen Speedflug. Höher anfliegen, drücken, und in Null-Komma-Nichts ist er über den Platz hinweg. Macht man das ganze mit Motor, zischt es ganz schön und ist noch um einiges schneller. Die Querruder nach oben als Bremse sind unbedingt nötig und gut wirksam.


Steuerung: Quer-, Höhen-, Seitenruder, Motorregelung. Die Querruder übernehmen noch zusätzlich die Aufgabe von Bremsklappen.

Mixer: Motor auf HR, Querruder auf Bremsklappen mit HR, Kanal 8 - 8. Der Kanal 8 wurde verwendet, um die Motorsteuerung auf den 3-Stufen-Geber zu legen. So wird der Gasknüppel für die Bremsklappen - sprich: Querruder nach oben - frei. Mit diesem Mischer wurde die genaue Motordrehzahl (Stellung 1 = halb, 2 = voll) angepasst. Mit der Stellung "halb" lässt sich ein zu kurz geratener Landeanflug verlängern.


Fazit: Ein ausgezeichneter Hotliner für den fortgeschrittenen Piloten. Er wird sicher nicht mit den heutigen Voll-GFK-Konstruktionen mithalten können, aber als Modell für den "Alltagsflieger" ist er sicher eine Bereicherung, da hier ordentlich Speed gemacht werden kann.


Technische Daten

Hersteller:   Robbe

Spannweite: 

2100mm
Länge:  1010mm
Gesamtgewicht:  1915g
Flächeninhalt:   34,6 dm2
Höhenleitwerksinhalt:   4,0 dm2
Gesamtflächeninhalt:   38,6 dm2
Flächenbelastung:   ca. 50 g/dm2
 Motor:  Axi 2820/10 (brushless)
Regler:   Model Motors 40e - 3ph (40 Ah)
Akku:  
 
10 Zellen 2400 mAh High Capacity
Pushed & Matched by Hopf from Hepf
Stromaufnahme:   noch nicht gemessen
Motorlaufzeit:   11 x 6 = <> 2:50 min *** 12 x 6,5 = <> 2:15 min
Luftschraube:   11 x 6 CamCarbon für lange Flugzeit,
12 x 6,5
für Speed.
Steigflüge:   > 4, senkrecht
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Erstflug am 03. August 2003 Zu schnell für den
Fotografen ...
Mit Spinner Ansichten
Kopf Akku2 Akku Kopf2
Der Vorderteil mit den eingeklebten Goldsteckern und dem Reglerkabel Akkubefestigung: Klettband und Anschlag. Rechts ist der ebenfalls eingeklebte Stecker für den Regleranschluss zu sehen. Akku mit Querruder-Anschlusskabeln und Rumpf mit aufgeklebter Griffsicherung Die im Text erwähnten Befestigungsschrauben