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Erstflug: 24.Juli 2006

CAP 10b

Kurzgeschichte der Modellentstehung:


Nach dem Erwerb eines unvollständigen, bereits begonnenen Teilesatzes für eine Cap 10 durch Artur Bail (sattsam bekannt als "Bau"-Meister aller Klassen), wurde der Plan geboren, selbst ein Modell dieser Maschine zu erstellen. Was das bedeutet, brauche ich wohl einem Modellbauer nicht zu erklären: Arbeit, bis der Arzt kommt. Drei Modellpiloten fanden sich zu einer "Interessensgemeinschaft" zusammen: Artur Bail,  Roland Dunger und meine Wenigkeit. Jeder übernahm einen Part zur Fertigstellung, so dass nach dem Einbau der Steckung sowie allen "nebensächlichen" Arbeiten wie Fahrwerksaufnahme einbauen, Fahrgestell biegen, Heckfahrwerk konstruieren und bauen, Beleuchtung verlegen, Beplankung u.v.m. das Projekt schön langsam Formen zeigte. Artur hatte den Prototyp mit an den Rumpf steckbaren Flächen konzipiert, was leider durch die vom Vorbesitzer getätigten Arbeiten notwendig war. Nachträglich betrachtet, war das ein Fehler, der durch die nötigen Einbauten (Wurzelrippen, Rumpfverstärkung usw.) zu größerem Gewicht (14,90kg) führte. Artur's Prototyp diente als Grundlage für den Bau der weiteren 2 Modelle, so dass wir aus Erfahrung lernen konnten. Also wurden die Flächen zwar teilbar, aber in herkömmlicher Art mit Nasendübeln und Endschraubung für die Rumpfbefestigung vorgesehen. Es musste zwar auch eine Steckung eingebaut werden, aber alle Rumpfverstärkungen und damit unnötiges Gewicht sind weggefallen. Es wurden auch beim Seitenruder alle Register der Leichtbauweise gezogen, um sich die 1,60kg Blei in der Rumpfnase zu ersparen, die der Prototyp benötigte. Als Motorisierung kommt bei allen Modellen ein ZG 62 zum Einsatz, der, um die Bleizuladung in Grenzen zu halten, mit dem Federstarter von Toni Clark ausgerüstet wurde und samt dem Originaldämpfer vollständig unter der Motorhaube verschwindet. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung: es waren nur mehr 66dag Blei in der Rumpfnase erforderlich, da auch der Akku (3000mAh Ni-MH) ganz nach vorne wanderte. Da die Modelle auch Positionslichter erhalten sollten, wurde die Elektronik von Helmut Felderer (eheli-at) verwendet, die sich bestens bewährt hat. Der Erstflug des Prototyps war - trotz des relativ hohen Gewichts - ein voller Erfolg. Artur war vor allem begeistert von den Langsamflugeigenschaften, die sich bei voll gesetzten Klappen ergaben. Artur übernahm (ausgenommen die Airbrushlackierung) die Spritzarbeiten für alle Modelle, da er als einziger von uns über einen staubfreien Raum mit Absaugung verfügt (wenn er jetzt die Farbe Orange sieht, so sieht er ROT :-)).

Der Halter der Originalmaschine ist die Flugschule Basel. Leider wurde das Original vor ca. 2 Jahren umlackiert. Uns gefiel aber die neue Lackierung nicht. So wurde ich an die Lackierfirma (Fa. Fast Aero Space Technologies AG in Grenchen) verwiesen, die seinerzeit für die Breitling-Lackierung verantwortlich zeichnete. Auf mein Ersuchen wurden mir unkompliziert und schnell die Kennungen der Originalfarben übermittelt. Diese wurden uns dank dieser Angaben bei unserem Farbenfachhändler  im Original nachgemischt. Einen herzlichen Dank für die Unterstützung und Hilfe an die Herrn Othmar DIETLER und Philipp GRABER von der Flugschule Basel. Einen besonderen Dank möchte ich an Herrn Renè VOCK von der Fa. Fast aussprechen, der sich die Mühe machte, aus dem Archiv der Firma die ehemaligen Farbunterlagen herauszusuchen.

 

Beim ersten Wettbewerbseinsatz in Günselsdorf konnte der Prototyp trotz einiger Kleinigkeiten in der Baubewertung überzeugen. Diese beanstandeten Unstimmigkeiten wurden in einem Dialog mit den Punkterichtern notiert und bei den zwei anderen Modellen verbessert bzw. geändert. Leider war Artur vor dem Bewerb erst dreimal mit dem Modell geflogen und hatte es noch nicht richtig im Griff. Trotz aller Schwierigkeiten langte es zum 3. Platz in der NÖ. Landesmeisterschaft. Herzliche Gratulation an Artur. Ein guter Anfang!
 

Kurzgeschichte des Originalflugzeuges (Quelle: Airliner.net):
 

Die französische Luftwaffe verwendet etwa 50 CAP 10B für die Anfängerschulung im Kunstflug.
 
Der Erfolg eines kleinen Herstellers -


Nur wenige Leichtflugzeuge von kleinen Herstellerfirmen haben den Weg in die französischen Luftstreitkräfte gefunden. Eine der Ausnahmen bildet die Reihe der leichten kunstflugtauglichen Schulflugzeuge von Auguste Mudry. Die Mudry CAP 10 (CAP steht für Cooperative des Ateliers Aeronautiques de la Region Parisienne - ein Zusammenschluss mehrerer kleiner Flugzeugbauer im Großraum Paris) flog erstmals im August 1968. Das aus Holz bestehende Flugzeug ist aus der zweisitzigen Fiel Emeraude hervorgegangen.

Ein militärischer Kunstflugtrainer -

Im September 1970 war die Entwicklung und Erprobung der CAP 10 abgeschlossen, und das Flugzeug ging als CAP 10B in die Serienfertigung. Von Anfang an war der Erfolg groß. In- und ausländische Luftstreitkräfte zeigten sich vor allem von der Fähigkeit des Flugzeugs angetan, Kunstflugfiguren mit Lastfaktoren zwischen +6 und -4,5 g zu fliegen.

Ein kommerzieller Erfolg -

Mitte der achtziger Jahre war die Produktion deshalb bereits bei der Baunummer 225 angelangt. Rund 20 Länder haben die Mudry CAP 10 eingeführt. Die französische Luftwaffe verfügt über etwa 50 Exemplare in iher Kunstflugschule Salon de Provence und in der Fluglehrerschule Clermont-Ferrand. Die französischen Marineflieger haben sechs CAP 10S in Saint-Raphael stationiert, wo sie für die Auswahl- und Eignungsprüfung künftiger Piloten verwendet werden.

Art: leichtes, kunstflugtaugliches Schulflugzeug
Die wichtigsten Versionen: CAP 10b, CAP 10s (Marinefliegerversion).

Technische Daten

 

Modell

Original

Maßstab 1 : 3,5
Besatzung 2
Spannweite 2400mm 8,06 m
Länge 2500mm 7,16 m
Gewicht 13,85kg 830 kg
Motor ZG 62 Avco Lycoming AE10-360-B2F
Leistung 4,5 PS 134 kW
Höchstgeschwindigkeit 270 km/h
Gipfelhöhe 5000 m
Reichweite 2000 km

Ausrüstung meines Modells
6 Hitec HS 625 BB/MG   Flächen: 2x Querruder, 2x Klappen, Höhenruder: 2x (je 7,7kg)
1 Hitec HS 755 MG Seitenruder (12kg)
1 Graupner C 4041 Motordrossel (4kg)
Stromversorgung 4 Zellen 3000mAh Ni-MH
Blinkelektronik 2x Flächenblinker rot/grün, 1x obere Rumpfbeleuchtung
ZG 62 mit Federstarter, mittlerem Motorträger und langer Nabe
Propeller 23 x 10 Zweiblatt Mejzlik
Räder Du-Bro Luftreifen 5,00''
Die Beschriftung meines Modells wurde von JR Folien-Design (Hr. Redl) in Deutschland nach dem umgerechneten Maßstab geschnitten, die Blinkelektronik kommt von Helmut Felderer (www.eheli-at)

 

Dank besserer Technik und besserer Werkstoffe sind die Folgemodelle um 2,00kg (!) leichter als der Prototyp, den Ihr hier sehen könnt.

Das Original
(Originalfotos Copyright Aeroview Zürich / Airliner.net)

                   

Das Modell                                                                                                                                                     Alle drei Modelle

 

 

 

Die Cap10 - Staffel über Reittern ;-))

     

 

 

 

 
 
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