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DIABLO 2000 AA (JR-Models)  

Es handelt sich hier um die F3A-Version der 2 x 2 m Diablotin. Durch ein anderes Profil (geringere Dicke) sind die Flugeigenschaften den Erfordernissen des F3A-Programmes angepasst worden. Optisch ist sie durch eine andere Motorhaube aufgewertet (Strömungsgünstig und flach, keine Hamsterbacken). Als Trainer ist sie in dieser Konfiguration empfehlenswert. Als Wettbewerbsmodell hinkt sie mit Ihren Flugeigenschaften den Spezialisten wie Cocain, High Society, Rhapsody und ähnlichen nach. Dafür ist aber der Preis eine Entscheidungsgrundlage für den Kauf. Als ARF-Modell sehr weit vorgearbeitet (wie man es von JR-Models gewohnt ist), bleibt trotzdem genug Eigenleistung über. Zusätzlich beigelegt sind zwei extrem leichte GFK-Rohre für eine zweite Flächensteckung und einen Resonanzrohrtunnel. Selbiger kann aber nur mit radikalen Eingriffen am bereits bespannten Rumpf eingebaut werden und wurde deshalb nicht verbaut. Dafür wurde das zweite Rohr für die Flächensteckung als "Einfädelhilfe" für die Flächengummis verwendet. So kann kein Gummi "in den Rumpf" verloren gehen.

Gute Ideen: man kann die Flächensteckung je nach Motor durch ein beiliegendes Rohr im Rumpf nach hinten versetzen und dadurch einigen Problemen mit der Schwerpunktlage bei Verwendung eines leichten Motors aus dem Wege gehen. Die Servokabel des hinten eingebauten Seitenruder- und der Höhenruderservos werden in einer im Rumpf bereits angebrachten Plastikführung zum Empfänger geführt, was eine Entlastung bei Vibrationen und geordnete Kabelführung verspricht. Eine Entstörung durch Ferritkerne oder ähnlichem ist bei dieser Länge der Servokabel unbedingt notwendig, bei den Flächenservos ist sie durch die geringe Länge verzichtbar. Praktisch ist die Möglichkeit, mit wenigen Handgriffen das Höhenleitwerk zum Transport abzunehmen. Damit findet das Modell in jedem Kfz Platz, dass 2.0m Ladelänge zulässt.

Kritikpunkte: die Flachensteckung! Das beiliegende Alurohr ist 1) viel zu schwer und 2) zu groß für die eingebauten Flächenrohre. Nur mir Gewalt lässt sich das Rohr in die Flächen einstecken, was nicht im Sinne des Erfinders ist. Hier dürften die Flächenrohre, die aus hauchzartem GFK gefertigt sind, beim werksseitigen Einbau etwas gequetscht worden sein. Man könnte - wie es ein Kollege bei der Diablotin 2000 (Baugleich bis auf Profil und Motorhaube) gemacht hat - das Rohr in Handarbeit (so ca. 1 Tag) passend schleifen. Da ich mir diese Arbeit nicht antun wollte, wurde das Alurohr gegen ein CFK-Rohr von Lorenz ausgetauscht, welches zwar nicht gerade billig, dafür aber um 2/3 leichter und passgenau ist. Außerdem ist die Flächenarretierung mit Gummis vorgesehen, um die Flächen zusammenhalten. Lieber Herr Ing. Ruhmreich, diese Art der Befestigung ist schon etwas antiquiert und hat auf keinen Fall Platz bei einem modernen F3A-Modell! Es gibt wesentlich bessere und effizientere Methoden, die Flächen zusammenzuhalten und einen raschen Zusammenbau ohne Fummelei zu gewährleisten. Diese Art wird nicht einmal mehr bei einem Segler der neueren Generation angewendet.

Fazit: bis auf die beanstandeten Punkte der Flächenbefestigung kann die Ausführung überzeugen.

Spannweite 2.000 mm
Länge 2.000 mm
Motor Webra 145 R mit 23.7 cm3, Gew.: 866g,
3.95 PS / 2.9 kW, ca. 18.000 U/min
Gewicht 4,75 kg
Flächeninhalt 91 dm2
Flächenbelastung ca.52g/dm2
Profil NACA 64A013

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Flugaufnahmen folgen ...