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Fokker E.III
Maßstab 1 : 3

Manntragende Replik (mit Querruder) aus CZ

Stand vom 14.11.2016
Besucherzaehler



Die erste Hürde ist genommen: ich konnte einen Valach VM120 B2 4-T günstig erwerben. Ich habe mich für den Valach entschieden, weil der Moki 180 meine Mittel überschritten hätte und ich den Valach schon bei einigen Freunden "in Action" sehen und hören konnte. Damit ist mal schon die Antriebsfrage geklärt. Das Modell kommt in der zweiten Dezemberwoche, dann beginnt der BAU, über den ich BAUstufenweise hier berichten werde. Hinweis: das Modell wird nur auf Bestellung für den Kunden gefertigt, wobei die Lieferzeit zw. 4 und 6 Wochen liegt. Ich hatte meine E.III bereits im September bestellt, damit alle von mir georderten Zubehörteile bei Lieferung zur Verfügung stehen.

Vorab: Dieses Modell ist nichts für ARF-Freunde. Ein Holzbausatz, der Holzwürmer wie mich begeistert. Meine Vorlieben sind Oldies wie Sopwith Pup, Curtiss Jenny, Fokker DrI oder ähnliche "Fliegende Kisten". Was nicht verschwiegen werden sollte: zusammengenommen schlägt das ganze zwar ein großes Loch in die Modellbaukasse, ABER: man gönnt sich ja sonst nichts!

Inzwischen ist die erste Lieferung mit den Metallteilen angekommen. Das Fahrwerk, der Spannturm, der Heckausleger, der SR-Träger, die Motorträger - Spanndrahtattrappe, die Spann- und Anlenkseile, der Pilot, Kugelgelenke und Gabelköpfe, Radzubehör, Rundgummi für die Reifen, das Zackenband, die Windschutzscheibe, die Höhenrudersteckung und Kleinteile. Die Metallteile sind alle sauber Hartgelötet, was dem Erbauer viel Arbeit erspart. alle Teile sind in Baugruppen zusammengefasst und gesondert verpackt. Heute (09.12.2015) ist die zweite Lieferung eingetroffen. alle Holzteile. also, beginnen wir! Hinweis: alle Klebungen bis auf einige Ausnahmen werden mit Super Phatic-Glue vorgenommen. Um Euch von diesem Kleber zu überzeugen, habe ich ein Foto gemacht:    (in Österreich erhältlich bei Lindinger, ArtikelNr.94172)


Generell der Unterschied zwischen Scale (F4C, FAI-Wettbewerbsklasse International) und Semi-Scale:
während bei Scale (F4C) jede Niete, Delle, Schraube sowie der Umriss, die Farbgebung und Markierungen stimmen müssen, ist bei Semi-Scale nur die Umrissgenauigkeit, die Farbgebung und Markierung (Beurteilung aus 5m Entfernung) zwingend vorgeschrieben. Kleinere Abweichungen werden eher toleriert, bei Scale wirkt sich jede Ungenauigkeit auf die erreichten Baupunkte aus.. Auch der Nachweis der Farbgebung / Markierung ist bei Semi-Scale erleichtert und kann durch eine farbige Dreiseitenansicht oder ein Bild des nachgebauten Originals  belegt werden. Semi-Scale wird in Österreich als nationale Wettbewerbsklasse veranstaltet. Die FAI-Klasse (International) wird als F4H bezeichnet.

 



Räder: Um das Stecksystem kennenzulernen, wird mit den Rädern begonnen. In den Felgen sind die Gummiaufnahmen zur Aufnahme des Rundgummis bereits gefräst. Alles ordnen, zusammenstecken und verkleben. Übrig bleibt etwas verschleifen, bespannen und lackieren. Auf diesem Bild sieht man die Radachse mit Lagerung


 
Motorhaube:
die Motorhaube besteht aus zwei Spanten, den Abstandshaltern und dem Übergansformteil des vorderen Abschlusses. Hier wird - wie bei den Rädern - alles zusammengesteckt und dann geklebt. Nun noch den GFK-Abschlussring mit Epoxydharz ankleben, dann kann es an das Beplanken gehen. Leider musste ich hier das Lithoblech stückeln, da diese Länge nicht zur Verfügung stand. Den Vorderteil habe ich, da es unmöglich ist, ihn mit Lithoblech zu Beplanken, 4x mit Alufarbe gespritzt und dann mit der Topfbürste vorsichtig bearbeitet. Ich finde, es sieht ganz gut aus und kommt dem Blech ziemlich nahe. Das Ganze wurde nach dem Aufbringen des Schriftzuges mit Lack versiegelt. Nach mehreren Versuchen hat sich der Lack von Wiko als geeignet erwiesen. Auch die "Hamsterbacken" wurden so behandelt.



Rumpfbau: Zuerst werden die vorderen Verstärkungen oben und unten (Verbindung zum Rumpfvorderteil) innen an den Seitenteilen verklebt. Die Verstärkungen für die Höhenruderaufnahme im mittleren Heckbereich habe ich erst nachher angebracht. auf genauen Sitz achten! als nächstes werden die Rumpfteile miteinander verbunden. Dann werden die Spanten auf die Rumpfseite (bei mir rechts) gesteckt und verklebt. Nach der Trocknung habe ich den rechten Seitenteil mit den Spanten an den Rumpfboden angepasst und verklebt. Durch die Ausfräsungen gelingt das einfach. Danach wurde der linke Seitenteil ausgerichtet und geklebt. Nun hat das Gerüst schon Festigkeit. Der Rumpfoberteil wird zum Schluss angepasst und verklebt. Die durchgehenden 5x5 Balsa-Eckleisten können von vorne durch die Fräsungen geschoben und verklebt werden. Innen werden auf die schrägen Teile des Gerüstes Balsaleisten 5x5 aufgeklebt, was in Verbindung mit den Eckleisten und den Spanten sehr stabil und doch leicht ausfällt.

In der Zwischenzeit habe ich den Rumpfvorderteil zwecks Passkontrolle zusammengesteckt. Passt alles wie angegossen, lediglich bei den Ausnehmungen für die Fahrwerksschwingen musste geringfügig nachgearbeitet werden. Nun geht es ans Einpassen und Einmessen der Höhenruder- sowie der Seitenruderanlenkung. Die Wippen für Höhe-/Seite habe ich mit Kugellager ausgebüchst. Vor dem Zusammenfügen von Rumpfvorder- und Hinterteil werden noch die Servos für HR und SR eingebaut. Ich wollte beide Ruder doppelt anlenken, deswegen wurde das HR-Servo nach hinten verlegt. Zugriff gibt es nachher durch die Serviceöffnungen an der Rumpfunterseite. Das SR-Servo kann von oben durch lösen von 4 Schrauben in der Cockpitöffnung ausgebaut werden. Die zwei Servos für Gas und Choke habe ich direkt neben dem Vergaser (der einzig verfügbare Platz) höhenversetzt untergebracht. Die Platzierung der Akkus ist auch ein Thema. Soweit wie möglich nach vorne, es gilt, den Gewichtsunterschied zw. Moki 180 und Valach 120 auszugleichen. Das obere Fach nach dem Motorspant eignet sich dafür. Da aber der Teil von Oben nicht zugänglich ist, muss eine Akku-Rutsche, die vom Cockpit aus mit den Akkus lös- und entnehmbar ist, eingeplant werden. Zwei Schienen und eine Arretierungsschraube mit Inbuszkopf lösen das Problem. Die Empfängerstromversorgung ist eingetroffen und wurde gleich montiert. Durch die Rutsche können die Akkus leicht entnommen und gewartet werden. Zum Laden müssen sie nicht entnommen werden. Auch die beiden Tanks haben ihren Platz gefunden.

Wie ich es jetzt sehe, war die Entscheidung, den Vorder- und Hinterteil des Rumpfes getrennt zu bauen, eine gute. So konnten die Anpassung des Motors und die Montage der Servos ohne sperrige Länge gemacht werden. Die Verbindung zw. Rumpfvorder- und Rumpfhinterteil ist nicht besonders schwierig, Man sollte aber als Hilfe zusätzliche Hände haben. Damit bin ich mal einen großen Schritt weiter. da der Vorderteil nur gesteckt war. Die einzelnen Teile etwas auseinanderziehen, den Klebstoff einbringen und zusammenspannen. Geklebt wurde im gesamten Rumpfvorderteil mit Epoxydharz L. Gleichzeitig wurde der Motorspant durch einen Anstrich mit Harz versiegelt. Das Harz mit 40min. Topfzeit gibt genügend Zeit, die Teile exakt auszurichten. Das Aufbringen der Seitenteile erfordert eine großflächige Pressung. Zusätzlich habe ich die Platten noch mit Zwingen verspannt. Nach der Trocknung wurde die obere Rumpfabdeckung aufgebracht. Alle Klebungen im Bereich Seitenteile und Abdeckung wurden mit Epoxydharz "L" durchgeführt. Die beiden Löcher links und rechts im "Armaturenbrett" sind als Zugang zu den Schrauben des Spannturmes gedacht. Man kann so bequem den Spannturm lösen. Das eigentliche Armaturenbrett wird erst eingebaut, dadurch werden die Löcher abgedeckt. Die Aufbringung der Lithobleche wurde mit Sprühkleber durchgeführt. Nun muss noch die "Hamsterbacke" angepasst werden sowie der Ausschnitt für die Fläche gefräst werden. Leider gibt es dazu keine Schablone. Auch die zweite Seite wurde mit Blech verkleidet. Die Oberseite des Rumpfvorderteils habe ich bereits mit Lithoblech beplankt und den Spannturm montiert. ACHTUNG: falls Lithobleche fixiert werden müssen, kein Tixo-Band verwenden! Das Band sowie die Rückstände sind nur sehr schwer zu entfernen. Die lackierten Wartungsdeckel sind auch angebracht.

 


Leitwerke: Die Höhenleitwerke gehen recht schnell dank des gefrästen Formteiles. Aufdoppeln, Steckungseinbau und verschleifen. Die Steckungshülse wurde mit Uhu Plus Endfest 300 eingeklebt. Beim Baufortschritt ergab sich, dass das Seitenruder -  im Vergleich mit der Dreiseitenansicht -  weder in der Größe, noch im Umriss und der Anbringung (mit vorgesehener Halterung zu Hoch montiert) mit der Original-Dreiseitenansicht übereinstimmte. Scheinbar wurde hier ein mir unbekanntes Original als Vorbild gewählt. Hier eine Replika, an der man die Unterschiede der Größe deutlich erkennen kann. Beim Hecksporn habe ich eine kleine Veränderung vorgenommen. Die rückwärtige Abstützung habe ich umgelötet und in einem steileren Winkel wieder verlötet. Diese Ausrichtung ist der Dreiseitenansicht entsprechend ähnlich. In der Zwischenzeit habe ich auf die Leitwerke die Nahtimitationen aufgebracht und bespannt. Fehlt noch die Lackierung.


Flächen: Hier seht ihr den Bau der rechten Fläche. Die Rippen werden auf die zwei Hauptholme aus Alu aufgefädelt und am Plan ausgerichtet. Die "Füsschen" auf den Rippen sorgen dür die richtige Auflage am Baubrett. Das Querruder wird mit den großen Kavan-Scharnieren an der Fläche angeschlagen. Vor dem Bespannen des Querruders ist noch das Ruderhorn einzubauen und mit dem passend gekürzten CFK-Stab zu sichern. Ich habe noch zusätzlich ein Gegenlager bei den Seilverspannungen angebracht. Die rechte Fläche ist fertig, die linke bereits mit dem Grundanstrich (Bondex Holzlasur Eiche Hell) versehen. Bei dieser Lasur lässt es sich nicht vermeiden, einige "Tränen" an den Kanten zu bekommen, da die Lasur ziemlich flüssig ist. Für mich gehört das schon zum Weathering, was durch die Pinselstruktur noch betont wird. Die weißen Vierecke für die Kreuze habe ich nicht deckend, sondern ebenfalls etwas  "Altertümlich" lackiert.
 



Ruderanlenkung und Verspannung: Vor der Bespannung sollten die Ruderanlenkungen fertig gestellt werden. Auf genügend Spannung des Seils achten. Ich habe 3er Wirbellager mit 80kg Zugkraft verwendet, da die Ösen der beiliegenden Lager (Kugelgelagert, ca. 54kg belastbar) für meine Art von Verbindung (M3 Ringschrauben) etwas zu klein waren. Solche Lager bekommt man in jedem Fischereigeschäft. Die Wirbellager verhindert ein Verdrehen der Seile. Für das Bespannen werden die Kugelgelenke an der Höhenruder- bzw. Seitenruderseite abgeschraubt und durch die Bespannung geführt. Die Schlitze sind noch (nicht vergessen!) durch Lederverstärkungen "aufzudoppeln". Mit Kontaktkleber hält das bombig. Die Flächenverspannung habe ich zuerst mit Spagat gemacht, um eine "Vorlage" für die Seilverspannung zu haben. Zuerst den Rumpf in Waagerechte Lage bringen, dann mittels einer EWD-Waage die V-Form kontrollieren. Hier muss die V-Form von 1° je Tragfläche eingestellt werden und der Einstellwinkel von der Wurzelrippe zum Flächenende überprüft werden. Die Feineinstellungen werden mittels 3mm Präzisions-Spannschlössern von Kavan vorgenommen. Die Quetschhülsen für die Seile sind Doppelhülsen von VMC, Größe 19 aus dem Anglerzubehör. Da es für diese Größe keine Klemmhülsenzange gibt, habe ich einen alten, stumpfen Seitenschneider (wie vermehren sich die Stacheltiere? Äußerst vorsichtig!) gequetscht.
 



Fahrwerk: das Fahrwerk weicht zwar etwas vom Original ab (beim Original sind die Abstrebungen fast senkrecht). Hier will ich aber mit den Konstrukteuren konform gehen und die Punkteabzüge im Bewerb zugunsten des besseren Handlings bei der Landung in Kauf nehmen.. Die durch den Schrägansatz der Abstrebungen etwas nach vorne verschobene Achse der großen Räder vermindert das leidige Problem aller Maschinen aus der Zeit 1915-1917, bei der Landung einen Kopfstand zu produzieren. Die vorgesehene Federung funktioniert sehr gut und der Rundgummi ist bei eventuellen Abnützungserscheinungen durch die darunter befindliche, abnehmbare Abdeckung leicht zu wechseln. Nicht vergessen, die Knoten des Gummis mit einigen Tropfen Kleber zu sichern. Den Hecksporn habe ich im Bereich der hinteren Abstützung ebenfalls geändert. Hier sieht man die Gelenke des Fahrwerks.
 



Motoreinbau: Es ist zu empfehlen, den Motor VOR dem Einbau des Kopfspantes anzupassen. Den Schalldämpfer kann man später anbringen. Die Zündung kommt oben in den Motorraum, so dass für eventuelle Bleizuladung noch genügend Platz bleibt. Der Zündungsakku (2 x 3200 mAh Lipo, Parallel - 6400 mAh) und der Pumpenakku (2S 3200 Lipo) wird hinter dem Kopfspant eingebaut. Die Zündung ist für den Direktanschluss von Lipo-Akkus (4,8V - 9V) geeignet, daher sind keine gesonderten Maßnahmen bei Verwendung des Zündschalters 3 von SM-Modellbau notwendig. Gegenüber dem Prototypen des Modells muss der Gewichtsunterschied von ca. 1kg zw. Moki 180 und Valach 120 ausgeglichen werden. Daher auch die doch etwas überdimensionierte Empfängerstrom- (2 x 5800mAh) und Zündungsstromversorgung (6400mAh). Wie viel "totes Gewicht" in Form von Blei noch notwendig sein wird, zeigt sich bei der Schwerpunktbestimmung. Die Komplettierungsarbeiten schreiten fort. Motor- und Zündungsmontage, die Montage des Schalldämpfers sowie die Anlenkungen für Choke und Drossel und der Ölabscheider sind montiert.
 



Rauchanlage: hier kommt die neue Power Smoke 740 HV Rauchpumpe von Emcotec zum Einsatz. Einziger Nachteil: die Pumpe muss bei Nichtgebrauch vom Akku getrennt werden, da eine geringe Stromaufnahme auch im nicht aktivierten Zustand (bei eingeschalteter Empfangsanlage ca. 30mA) an der Pumpe anliegt. Hier ist leider ein zusätzlicher Schalter Pflicht, um keinen leeren Akku zu haben (auch hier werkt ein Zündschalter 3). Mit einem Lipo mit 3500mAh wird das wohl für einen Flugtag reichen :-). Eingebaut ist sie an der Rückseite des Kopfspants zw. Motorspant und Spant 1. Der Zugang ist durch die abnehmbare, untere Rumpfverkleidung jederzeit möglich. Die Überläufe der beiden Tanks sind hinter dem Cockpit angeordnet. Die beiden Betankungsstutzen werden vorne oben vor dem Spannturm eingebaut.
 


Empfangsanlage: Die Empfangsanlage findet Ihren Platz in der Rumpfunterseite und ist schon eingebaut, die Pumpe ist montiert; verkabelt und programmiert. Die HR und SR-Servos sind ebenfalls schon verkabelt. Als nächstes wird der Zündungsschalter eingebaut und angeschlossen. Die Servos für Gas und Choke werden im Raum zw. Motorspant und Spant 1 angebracht. Man sieht gut die Auflageflächen für den Spant.

 


Zubehör: Aluminiumspray: Wiko, https://www.pollin.de/ *** Schalldämpferbausatz für Valach: Toni Clark *** Beschriftungen: Ralle Schneider, www.taylormadedecals.de *** Lithoblech bekam ich von einem Kollegen, der in einer Druckerei arbeitet *** Oracover Haftvermittler *** Klebstoffe: Super Phatic Glue / 10min-Epoxy / Epoxydharz "L" / Sprüh-Kontaktkleber *** UHU Endfest 300 m *** 3x Anstrich mit Bondex Holzlasur "Eiche hell" ***



Beim Auswiegen waren 1,26kg Blei am Motorspant notwendig. Heute wurde der erste Motorlauf  zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt. Auch die Rauchpumpe funktioniert sehr gut, viel Qualm. Entweder diese oder nächste Woche erfolgt der Erstflug. Ich werde mit Fotos berichten.

Noch einmal Nachkontrolle des Schwerpunkts. Sieht proper aus.

LETZTE NACHRICHT:

Am 21.05.2016 war es soweit. Ein strahlend schöner Tag, kein Wind, blauer Himmel. Nach den üblichen Vorbereitungen wurde das Modell am Anfang der Startbahn (200x20, Rasen) aufgestellt. Langsam das Gas reinschieben, sie rollt schnurgerade an, keine Korrektur am Seitenruder nötig. Ich bin bei Halbgas, da hebt sie von selbst ab und steigt waagrecht im flachen Winkel, ohne eine Korrektur auf ca. 6-7 Meter Höhe. Ich hatte beim Start nur das Gas betätigt. Dann bleibt mir das Herz stehen. Sie rollt abrupt nach rechts und taucht senkrecht ab. Der traurige Rest siehe Fotos. Als schuldiger für dieses Desaster wurde nachträglich ein defekter Kerzenschuh ausgemacht. Diesen Lichtbogen übersteht keine auch noch so gute 2,4GHz Fernsteuerung. Glück im Unglück ist, das wir rundherum einen sehr weichen Boden haben. und das Gras ziemlich hoch stand.  Dadurch waren der Motor und Schalldämpfer nicht beschädigt, der Rest wie Rumpf und Tragflächen sind nur mehr zur Wärmeabgabe zu gebrauchen.

Da ich noch Höhen- und Seitenruder sowie alle anderen Metallteile einschließlich Fahrwerk übrig habe, wurde sofort ein neuer Bausatz bestellt. Auch eine neue Zündung habe ich schon, T.C. liefert prompt. Diesmal muss ich mich aber sputen und in spätestens 2 Monaten damit fertig sein. Ein Trost bleibt: jetzt weiß ich schon, wie es geht :-))

Ich glaube, man nennt das "Modellfliegerschicksal". Aber solche Rückschläge muss man einstecken können, wenn man Freude an diesem Hobby hat. Ich trauere nicht um Geld - wenn ich Motorradfahrer bin und die Maschine fällt um, kostet es mehr - sondern vielmehr um die 6 Monate Arbeitszeit. Sei's drum, ich beginne mit frischer Kraft.
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Die erste Fläche des neuen Modells ist fertig bespannt und lackiert, die zweite Fläche ist fast fertig. Leider hat mich in der Zwischenzeit eine Grippe heimgesucht. Ich hoffe, Ende der Woche kann es weitergehen. Auch die zweite Fläche ist Zwischenzeitlich im Rohbau fertig. Die benötigten großen Malteserkreuze für die Tragflächen waren verfügbar. Jetzt kann ich die Flächen fertigmachen, da die Kreuze vor Anbringung der Flügelverspannung aufgebracht werden müssen. Auch der Rumpf wurde endlich geliefert und ist ebenfalls in Bau.

Der Rumpf ist inzwischen bereits im Rohbau fertig, die Elektronik ist eingebaut, der Motor angepasst und die Ruder angelenkt. Ich hoffe, Ende August nach Plan fertig zu werden.

Das Neue Modell ist fertig. Noch im Oktober erfolgt der Erstflug. Flugaufnahmen und ein Video findet ihr dann hier.

Am 28.10.2016 stand das Modell zum „zweiten“ Erstflug bereit. Alles war 3x überprüft und kontrolliert, Reichweitentest mit und ohne laufenden Motor durchgeführt. Also etwas Gas rein und sie rollte los.

Nach ca. 100 Metern hob sie von selbst ab und ging in den Steigflug. 2 Zacken Tief getrimmt, dann passte es. Anschließend eine Rechtskurve, um wieder zurück zu kommen. Ein kurzes Nicken zeigte als Vorwarnung Probleme und die nächste Katastrophe an. Es hatten sich die unteren Seile gelöst. Als Folge klatschte sie mir Beifall und klappte beide Flügel nach oben. Wieder gab es einen Scheiterhaufen, nur waren diesmal auch der Motor und das Fahrwerk ziemlich beleidigt. Das Desaster ist im Video unter https://www.youtube.com/watch?v=cVhmEoZnwCc festgehalten.

Fehlerfeststellung: die Seile sind aus 1,2mm Stahl mit einer Zugfestigkeit von ca. 360kg, das x4, d.h. je Fläche 4 Seile oben, 4 unten. Die konnten also nicht reißen, da müssten schon mindestens 28g am Werken sein. Da die Seile aber Kunststoffummantelt sind, wurden sie aus den Quetschungen herausgezogen (BILD). Man sieht am Foto deutlich den Rest der Ummantelung und das fehlende Teil derselben am Seil. Fazit: mein Fehler und scheinbar ungeeignetes Presswerkzeug.

So bleiben mir nur Fotos und die Erinnerung an ein wunderschönes Modell. Damit ist das Kapitel „Fokker E.III“ bis auf weiteres abgeschlossen. So ist das Modellfliegerleben. Manchmal gibt es einen Rückschlag, der uns aber zum Weitermachen auffordert. Ich höre ja auch nicht auf, Auto zu fahren, wenn ich einen Unfall hatte.

 

 

 


 

Das Oberkommando der Kaiserlichen Feldfliegerabteilung gibt bekannt:

 

Leutnant Max von Furchensumpf ist ab sofort aktiv der Jagdstaffel (Jasta) 1 von Manfred S. zugeteilt.

 

 

Technische Daten

Hersteller

:

hobbykeller Modellsport  

Spannweite : 3260mm
Länge : 2400mm
Höhe : 860mm
Flächenbelastung : 83g / dm2
Maße der Tragfläche : 1520mm x 600mm
Motorhaubendurchmesser : 380mm außen / 340mm innen
Fluggewicht : 17 kg (Herstellerangabe mit Moki 180 S)
Fluggewicht :  18,5 kg mit VM 120

Motor

: Valach VM120B2 4-T
Schub mit Moki 180 : mit Prop Menz 30 x 12 = 38kg (Herstellerangabe, Stand: 1200 U/min, Vollgas: 5000 U/min)
Schub mit Valach120B2 : mit Prop Fiala  32 x 12 = 22kg (Stand: 1100 U/min, Vollgas: 4700 U/min)
Bestückung
Querruder : 2 x Savöx SV-1271SG Digital HV - 25Nm / 7,4V
Höhenruder : 1 x Savöx SB-2230SG Digital HV - 42Nm / 7,4V
Seitenruder : 1 x Savöx SB-2230SG Digital HV - 42Nm / 7,4V
Motordrossel : 1 x Savöx  SV-1250MG HV MIDI HV - 8 Nm / 7,4V
Choke : 1 x Savöx  SV-1250MG HV MIDI HV - 8 Nm / 7,4V
Empfänger : Futaba R7008SB FASSTest
Akkuweiche : Emcotec 5S Mini Magic (Empfänger 5,9V * Servos 7,4V)
Stromversorgung Empfänger : 2 x 2S LiIon-Akku mit 5800mAh "Compact"
Stromversorgung Zündung : 2 x 2S Lipo mit je 3200 mAh (Parallelschaltung 6400 mAh) 7,4V
Zündungsschalter : Zündschalter 3 (SM-Modellbau)
Rauchpumpe : Emcotec Powersmoke 740 HV, geschaltet mit Zündschalter 3 (SM-Modellbau)
Stromversorgung Rauchpumpe : 1 x Lipo 2S 3200 mAh 7,4V
         
Valach VM120B2 4-T                                                                      Schalldämpferbausatz T.C.
                              

Stand vom 14.11.2016

Das erste Paket mit allen Metallteilen        Räder  
 Alle Teile Fahrwerk Spannturm
Heckausleger   
HR-Anlenkung
SR-Träger
       Teilesatz           Gummiaufnahme  Zusammenstecken   Kleben Bespannen Radachse  
         

   

Motorhaube                      
Grundspsant Abstandshalter Vorderer Spant Vorderteil Haube (GFK) Beplanken Lithoblech, Lackierung mit Aluspray und Schriftzug  
   

Rumpf

                     
Rumpfhinterteil Rumpfhinterteil Rumpfhinterteil Verstärkung der Streben   Rumpfhinterteil Rumpfhinterteil Flächenbefestigung Anlenkungswippen
HR + SR
1x Benzin 1x Rauch  
   
Fahrwerksfederung gesamter Weg HR Einpassen und Einrichten   Rumpfvorderteil Wippen mit Kugellager Einbau HR-Servo  
   
Einbau SR-Servo Spannturm Gas + Choke-Servos Akku-Rutsche Empfänger- Stromversorgung Tankeinbau "Heirat" Verbindung Rumpfvorder-
und Leitwerksträger
 
   
Ruderanlenkung Höhenruder   Rumpfseitenbeplankung
und obere Abdeckung
Tank- und
Akkuraum
Lithoblech und Motorhaubenverlängerung ("Hamsterbacken")  
   
Obere Beplankung Wartungsklappen  Hamsterbacken (Motorhaubenverlängerung) "Steigbügel" Federung Tanken
Vorne Benzin, hinten Rauch
 
   
Windschutz CG CG-Waage Fertig zum Wiegen   Auswiegen          
           

Leitwerke und Hecksporn

                 
Höhenleitwerk
Rohbau
Einbau der Steckung Obere Lagerung Seitenleitwerk wie Vorgesehen Original - Lagerung oben   Obere Lagerung Seitenleitwerk von mir geändert Winkel der oberen SR-Lagerung Neues Seitenruder Abweichung in Umriss und Größe    
     
Hecksporn Geänderter Hecksporn Bespannte Leitwerke Gut zu erkennen
die Nahtimitation
         
           
Hecksporn Anlenkungen        
           

Flächen

                     
Aufgefädelt Ausrichten Wurzelrippe Fast fertig Rechte Fläche
fertig
Linke Fläche frisch lackiert      
       

Verspannung

        Schwerpunktkontrolle          
               

Fahrwerk

         
             

Motoreinbau

                     
Links und Rechts 5mm Platz Mittige Montage Oben und seitlich
viel Platz
Luftschraube:
10mm Freiraum
  Anlenkung
Drossel-Choke
Zündung Ölabscheider Schalldämpfer      
       

Rauchanlage und Empfängereinbau

               
Empfangsanlage Pumpe
Schalter
Tankraum Überlauf
Benzin-Rauch
  Empfänger- Stromversorgung Tankeinbau Akkuhalterung        
         

 FERTIG (es fehlt noch das MG)