DIE SONNE, DER MOND
UND DIE STERNE

Die Sonne
Die Sonne ist der Inbegriff
für alles Leben auf der Welt;
sie leuchtet ihr in schweren Stunden
sie ist es, die immer zu ihr hält.

Sie wärmt sie auch im kalten Winter,
wenn Frost die Erde überfällt;
und Tiere in den Höhlen liegen
wacht Sie vom großen Himmelszelt.

Im Frühling küßt sie wach die Erde,
läßt neues Leben dann entsteh'n;
läßt Blumen blüh'n und Bäume sprießen
man kann es allerortens seh'n.

Dem Sommer bringt sie ihre Wärme
die heiß ersehnt und oft erfleh't;
sie gibt das Brot ihr von den Feldern
wenn unser Korn in Ähre steht.

Im Herbst bringt sie die bunten Farben
in Feld, in Flur und auch im Wald;
die Zeichen sieht man überall
es kommt der Winter - es wird kalt.
Der Mond
Der Mond leuchtet vom Abendhimmel,
der Tag ein rasches Ende fand;
die Menschen legen sich zur Ruh'
weich zeichnen Schatten jetzt das Land.

Derselbe Mond strahlt kalt im Winter,
in Schnee gehüllt ist nun der Hain;
das Leben kann in dieser Zeit
nur rauh und unerbittlich sein.

Man sieht es in des Mondes Schein,
die Tiere regen sich im Wald;
die weiße Pracht geht rasch dahin
man weiß, der Frühling kommt jetzt bald.

Die Luft ist mild, der Wind ganz lau,
das Leben ist erblüht;
es ist des Sommers Atemzug
der langsam jetzt verglüht.

Die Blätter fallen ab vom Baum,
der Mond lacht kühl hernieder;
des Herbst'es Kraft ist schon verbraucht
bald kommt der Winter wieder.
Die Sterne
Die Sterne leuchten klar und rein,
sie weisen manchen Weg;
erleuchten aus der Ferne uns
den langen, weiten Steg.

Nun strahlen Sterne hell und kalt,
in einer rauhen Winternacht;
sie zeigen dir vom Firmament
der Kälte große Macht.

Sie grüßen freundlich nun herab,
vom großen Himmelsrund;
als wären sie dafür gemacht
tun sie den Frühling kund.

Die Sterne werden zum Symbol,
für Sonne, Meer und Strand;
sie leuchten aus der Ewigkeit
im Sommer über Land.

Nun werden auch sie schon getrübt,
vom Wolkenmeer da oben;
der Herbst hat keine Kräfte mehr
bald werden Winterstürme toben.
Wien, 1.5.1974