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Piper PAWNEE

Erzeuger: Willi Stultschnig, Klagenfurt
Spannweite: 3100 mm
Rumpflänge: 2200 mm
Flächeninhalt: 178,8 dm2
Motor: ZDZ 80 / 3W-Dämpfer + 24x10 Menz Dreiblatt
Gewicht: ca. 11,0 kg trocken, betankt ca. 12,0 kg
Bauweise: Holz

Eigentlich keine reinrassige Pawnee, da diese an der TragflächenModelloberseite Flächenstreben besitzt. Heraus kam ein Verschnitt aus Piper Pawnee, Piper Brave und Cessna Agwagon. Unterschiede gibt es nicht nur bei den fehlenden Streben, sondern auch in der Form der Leitwerke und beim Fahrwerk. Soll eigentlich egal sein, solange Sie gut fliegt und nicht bei Scale- Wettbewerben eingesetzt wird . Nur dürfte das Teil halt nicht als "Piper Pawnee", sondern als "PaBraWa" bezeichnet werden. Bei diesem Modell wurde konsequenter Leichtbau verwirklicht, was im vorhinein einen gemäßigten Flugstil fordert, für den sie ja gedacht ist. Auf diese Art sind problematische  Festigkeitsprobleme, die (vielleicht) durch die fehlenden Streben auftreten könnten, auszuschließen. Es sei denn, es will jemand mit einem für das Schleppen konzipierten Modell  gerissene Rollen oder ähnliches fliegen. Nur beim Zusammenbau und Zerlegen wird äußerste Vorsicht gefordert. Einen festen Griff auf die Flächen quittieren diese mit empörtem knacken! Aus Sicherheitsgründen gibt es zwar eine Doppelstromversorgung, aber sonst wurde auf jedes Gramm in Hinsicht auf die Gewichtsoptimierung verzichtet. Bespannt wurde mit Gewebefolie, um die Festigkeit der Teile zu verbessern, die Lackierung wurde (Mengenmäßig) sparsam durchgeführt. Der Transport stellt auch kein großes Problem dar, da auch das Höhenruder - bei einer Spannweite von 1,03m unbedingt notwendig - mit fünf Handgriffen abnehmbar ist. Fünf Handgriffe deshalb, weil die Servos für das Höhenruder im Rumpf montiert sind und die Anlenkungen ausgehängt werden müssen. Das Höhenruder weist trotz der großen Spannweite für die Servos leider zu wenig Dicke auf. Die große Kabinenhaube lässt einen großzügigen und ungehinderten "Eingriff" ins Rumpfinnere zu. Nach Abschrauben des Motorraumdeckels ist auch das Aggregat samt Befestigungen ungehindert zugänglich. Die Schleppkupplung ist sehr günstig oben an der mit dem Rumpf fest verbundenen Hinterseite der Kabine angebracht. Damit wird ein Drücken der Schleppleine auf das Seitenruder weitgehend vermieden. Festigkeitsprobleme bei Riss am Seil sind kein Thema. Der Schwerpunkt konnte dank des leichten 80er ZDZ mit richtiger Platzierung der Akkus erreicht werden.

Einige Ansichten


volle Klappen

halbe Klappen

volle Klappen
Zuckerlabwurf
 

Anflug, Ausschweben und 3-Punkt Landung.

FLUGEIGENSCHAFTEN: Das Teil hat derart gutmütige Flugeigenschaften, dass es bei Viertelgas abhebt und in Fußgängergeschwindigkeit geflogen werden kann. Die Kraft bei Vollgas reicht für alle Arten von Segelflugzeugen von 1 bis 15kg und bringt im Soloflug einen Steigwinkel von ca. 45. Natürlich nicht zu vergleichen mit meinem ehemaligen Swiss-Trainer, der mit dem 100er 3W trotz seiner 14kg (15kg mit Sprit) senkrecht bis zur Sichtgrenze gestiegen ist. Kein Wunder bei 9,3 PS. Dafür konnte der Swiss-Trainer nicht so extrem langsam geflogen werden.

Die Geschwindigkeit im Schleppflug kann dank der Klappen an jeden Segler angepasst werden. Auch machen die großzügig dimensionierten Klappen im voll ausgefahrenen Zustand einen stabilen Landeanflug im 45-Winkel ohne Geschwindigkeitszunahme möglich. Dadurch sind auch auf kleinen Plätzen Landungen problemlos möglich.